Montag, 29. März 2010

Auf zu neuen Ufern! Die erste Expedition 2010 erfolgreich!

Schon in Herbst 2009 fing ich an mit Hilfe von Google Earth und Suchmaschinen
verschiedenste Gewaässer zu analysieren. Ich vermerkte ineressante Stellen
Und gab in die Suche Namen der Osrtschaften in Verbindung mit ein Paar französsischen
Begriffen in Hoffnung das Wortspiel mit Vermerk „Silure“ zu finden.



So wurde ich auf ein unscheinbares Flüsschen aufmerksam. Im örtlichen Internetforum
fand ich ein Paar Zeilen der Karpfenangler über die kleinen Welse bis 50-80cm, die beim
Karpfenanglen gefangen wurden. Später fand ich auch ein Paar Fotos mit kleinen Welsen.
In einem See, der nah am Flüsschen lag, wurde sogar ein Exemplar von 174 cm gefangen.
Doch es war ein privater Karpfensee, also eher uninteressant für mich.
Endlich stand es fest: wir brechen auf und schauen ob es ein Wallerbestand in dem bisdato
unbekannten Fluss ein Welsbestand gibt.
März, das Wetter wurde endlich milder, doch am Tag unserer Abreise fiel Thermometer bis auf 6 °C, von bisherigen 20 °C.
Dazu kalter Platzregen und starker, kalter Wind. Unsere Hoffnung schrupfte
so schnell wie das Thermometer fiel!
Nach langer Suche waren wir dann doch auf dem richtigen Weg und konnten endlich das Gewässer
bestaunen. So stand ich, Wadim und mein Vater vor dem langsam fließenden, trüben Wasser.
Vor unseren Augen unscheinbare Slipstelle mit Schild davor: "BAIGNADE INTERDIT"!
Was "interdit" wusste ich gleich, aber was war das nochmal mit "baignade"???
Wieder schoß ein Gedanke durch den Kopf: "Wenn ich endlich Zeit finde, fange ich einen Französsisch Sprachkurs an"!
Was heisst es jetzt? Slippstelle darf man nicht benutzen, Bootfahren verboten oder sonst noch was?
Aber wir haben doch verlässliche Quelle! Sekunden späater höre ich die Stimme von Koen am Telefon!
Also es heisst: "Baden verboten"
Da denkt man sofort an Leute wie wir, die der französsischen Sprache nicht mächtig sind und an das, was Koen auf die Beine gestellt hat:
nämlich den Verband!
Ok, es kann losgehen!
In dem Teil war der Fluss kanalisiert, etwa 4 km lang. Dann nahm der Fluss seinen
gewöhnlichen Lauf und ähnelte eher einem Bach.
Schnell wurden 3 Ruten montiert und das Boot runter gelassen. Wir wollten mit Hilfe von Echolot
und Klopfholz schauen, ob es vielleicht sogar Aktivitäten gibt. Zu unserer Überraschung hatte das
kanalisierte Teil eine Durchschnittstiefe von 6 Metern! Leider war es kaum möglich zu driften!
Die Strömung floss nach Westen und der Starke Wind eilte nach Osten.
So stand das Boot an einer Stelle und wanderte nur von einem Ufer zu dem anderen.
Nicht mal der Treibanker half uns aus der Lage. Doch in 20 Minuten bekam Wadim ein Biss an
seiner Rute! Leider ging der Anschlag ins Leere. Ich konnte es kaum glauben, dass bei so einem Wetter in unbekannten Revier man so schnell einen Wels hoch klopfen konnte.
Wir wollen nicht mehr länger mit dem Wind und Regen ankämpfen und kehren zurück zu dem Auto.
Schnell die restlichen Sachen ins Boot geschmießen (und es waren sehr viele) und los ging's strom auf, zu einer Stelle, wo zwei Arme des Flusses aufeinander Treffen und eine breite Bucht bilden.
Die Stelle war perfekt! Tiefes Loch, Unterwasserinsel, flache Zonen und Mündungsbereich!

Schnell wurden die U-posenmontagen mit Tauwürmer garniert und raus gebracht.
Inzwischen fiel die Wassertemperatur von 11 auf 8 °C!!! Verdammt! So schnell kann es in so einem
kleinem Gewässer passieren! Eigentlich hatte ich schon im Kopf den Gedanken, dass wir wohl als Schneider
heim keheren werden, aber da wir schon da sind....
Präzise den Gewässergrund auszuloten und die Montagen zentimetergenau zu legen war bei
diesen Bedingungen angesagt.
Langsam wurde der Himmel immer dunkler! Der Regen war immer heftiger!
Wir saßen im Zelt und dachten über die ganze Situation nach... Plötzlich bekam unser Gehör
ein elektroschok ähnliches Geräusch zu hören!!! Ein heftiges Bimmeln einer Aaalglöcke!
In Bruchteil einer Sekunde war ich an meiner Rute und setzte Anhieb!... Er hängt!!!
Dann geschah alles schnell und schon teamgemäß eingespielt. Wadim setzt den Wallergriff
und der erste Bartelträger aus dem unbekannten Terrain liegt auf der Matte! Kein Riese aber
goldwert!!!!







Bis zur völligen Dunkelheit verzeichneten wir noch ein Paar Bisse, die wir leider nicht verwerten
konnten.

Es gab dort wohl einen Liebhaber von U-Posen. Die Pose war mit zig Spuren versehen.

Der nächste Tag war auch sehr trüb, windig und kalt! Immer wieder regnete es wie aus den Eimern!
Unser nächster versuch das Gebiet mit Wallerholz zu erkunden scheiterte! Der Wind war einfach
zu stark und dazu stand auch der Bootsmotor plötzlich still! Kein Treibstoff!
Selber schuld, zur Strafe dürften wir zurück paddeln.


Den ganzen Tag über gab es keine Bisse. Wir fuhren erneut die Montagen raus und hofften auf
abendliches Rock-N-Roll mit weiteren Bartelträgern!


Wir saßen wieder im Zelt als es dämmerte... Als Regen plötzlich aufhörte wieder ein Bimmeln der
Aalglöcke! Dies mal ist der Wadim dran! Alles verläuft wie gewohnt und ohne Geschehnisse!
Auf der Matte liegt ein weiterer strammer Bursche!!!





Als es fast ganz dunkel wurde, wollten wir die Montagen raus holen, aber vorher wollte ich
meine Hose umziehen. So stand ich im Zelt in Unterhosen als ein erneutes Signal mich aus dem
Zelt raus springen ließ!
Anhieb,- der sitzt! So dürfte ich beim eisigen Wind, schon im Dunkeln in Unterhosen einen kleineren Waller drillen!


Wir bekamen noch mehrere Bisse, bis wir die Montagen endlich rein holten, doch leider
blieb es bei den drei Wallern.
Am nächsten Tag packten wir die ganzen Sachen ins Boot und fuhren davon.
Durchnässt und halb erfrohren waren wir jedoch mehr als glücklich!
Ich schaute ins trübe Wasser und kein Motorgeräusch des Aussenborders und kein ins Gesicht
spritzendes Wasser konnten mich von meinen Gedanken ablehnen:
Wir kommen bestimmt wieder... Doch auf dem Plan stehen weitere unentdeckte und unscheinbare
Gewässer die auf sich warten lassen!
Und schon durchscannte ich meinen Teil des Gehirns, der nur für das Wallerfischen bestimmt war
nach weiteren Wassern, die ich beim Recherchen ins Gedächtnis einspeicherte....

Mit freundlichen Gruß
Ihr Vitali Dalke
Team euro-som.de / AIPSN-ICNPA-IWNV

1 Kommentare:

  1. Hi

    Echt guter Bericht und super Fotos !

    Schöne Wallis ;)

    Grüsse
    Andy

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